Häufig gestellte Fragen

Vor Kursstart erhalten Sie viele Informationen über den bevorstehenden Schwimmkurs Ihres Kindes in unserer umfassenden Schulordnung und dem Swiss Swimming Kids Pass.

Weitere Antworten zu den häufig gestellten Fragen finden Sie hier.

In welche Kursstufe soll ich mein Kind anmelden?

In der Regel beginnen die Kinder ohne Vorkenntnisse mit dem Level 1. Sollte Ihr Kind bereits über Vorkenntnisse verfügen oder bereits einen Schwimmkurs besucht haben, finden Sie hier eine Hilfestellung für die Einteilung.

Wie gross sind die Kursgruppen?

Der Unterricht in den Basic Kursen Level 1-6 findet in der Regel in kleinen Gruppen, im Schnitt mit 6 Kindern maximal 8 Kindern statt. In den Advancedgruppen werden maximal 10 Kinder pro Trainer unterrichtet und trainiert.

Gibt es kostenlose Probestunden?

Ja. Ihr Kind darf gerne in einem Schwimmkurs schnuppern, sofern die Kursteilnehmer die Anzahl von 8 Kinder nicht übersteigt. Melden Sie sich dafür bei der zentralen Schulleitung an.

Was muss der Schwimmschüler zum Schwimmkurs mitbringen?

Sie brauchen für Ihr Kind nur einen Badeanzug/eine Badehose, ein Handtuch und eine Badekappe. Alles andere wird von der Schwimmschule organisiert. Es ist wichtig, dass die Schwimmschüler wegen der Verletzungsgefahr keinen Schmuck und Uhren tragen. Alle unsere Schwimmschüler tragen eine Badekappe. Falls keine vorhanden sein sollte, dann kann diese am ersten Kurstag bei der Schwimmlehrperson bezogen werden. Schwimmflügeli und andere Hilfmittel können getrost zuhause gelassen werden.

Ab welchem Alter soll mein Kind schwimmen lernen?

Kann ein Kind mit 3 Jahren schwimmen lernen? Ja, aber einige Voraussetzungen sollten gegeben sein. Für einen Einstig in die Swiss Swimming Basic Ausbildung Level 1 sollte es sich für eine halbe Stunde von den Eltern trennen können und mindestens 4 Jahre jung sein.

Für noch jüngere Kinder empfehlen wir mit unserem Eltern-Kind Kurs zu Starten. Wichtig ist auch Konzentrationsfähigkeit und keine Angst vor einer erst fremden Lehrperson.

Auch wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, verhalten sich jüngere Kinder meist etwas eigenwilliger als ältere Kinder und das muss man ihnen zugestehen.

Die motorischen Fertigkeiten für die Bewegungsabläufe der Beine (Wechselbeinschlag Level 2) sind meist schon ab dem vierten Lebensjahr gegeben. Diejenigen für die Bein- und Armbewegungen kombiniert fürs Kraul-, Rückenschwimmen sind ab dem fünften Lebensjahr vorhanden.

Das Brustschwimmen (im Volksmund Fröschlischwimmen) stellt höhere Ansprüche an die koordinativen Fertigkeiten der Kinder und wird oft in den Swiss Swimming Basic Kursen zwar, zumindest die Teilbewegungen der Beine oder Arme eingeführt, jedoch erst zu  einem späteren Zeitpunkt nach dem 6. Lebensjahr in den Advanced-Kursen gefestigt.

Warum ist mein Kind bis zum Ende der Schwimmausbildung automatisch angemeldet?

Wir haben dieses System vor über 10 Jahren eingeführt, weil früher viele Eltern vergessen hatten, sich für den jeweiligen Folgekurs ihrer Kinder anzumelden.

Da wir oft auch Quereinsteiger und Wiedereinsteiger in unserer Schule begrüssen dürfen, kam es nicht selten vor, dass dann für die aktuell im Kurs befindlichen Kinder kein Platz mehr im Folgekurs war und wir, da wir nur maximal 8 Kinder in einer Kursgruppe unterrichten möchten, diese wieder nach Hause schicken mussten.

 

Tränen flossen und die Enttäuschung der betroffenen Kinder und Eltern war jeweils sehr gross.

Dieses System wird schon seit Jahrzehnten auch von anderen Schulen angewandt. Unsere Kunden können jederzeit kündigen. Bereits schon zusammen mit der Anmeldung. Auch ist es möglich die Kündigung vor Kündigungsfrist wieder zurück zu ziehen. Ansonsten können wir keine Garantie auf einen Platz im Folgekurs zusichern.

Die Einhaltung dieser Kündigungsfristen sind von grosser Wichtigkeit für unsere Kursorganisation damit wir die Kursgruppen, die Wasserreservierungen und nicht zuletzt die benötigten Schwimmlehrpersonen für einen optimalen Lernbetrieb organisieren und planen können.

Ab welchem Alter zum Sportschwimmen?

Das Sportschwimmen ist eine sehr technische und koordinativ anspruchsvolle Sportart, deren Grundfertigkeiten möglichst früh erworben werden sollen. Wir empfehlen Schwimmkurse ab dem vierten oder fünften und erste Schwimmtrainings ab dem sechsten/siebten Lebensjahr.

Sind die Eltern bei den Schwimmkursen dabei?

In den Eltern-Kind Kurse (ElKi) ist jeweils ein Elternteil mit im Wasser.

Ab den Basic Kursen Level 1 finden die Kurse ohne Eltern im Wasser statt.

​Ist Ihr Kind besonders ängstlich, empfehlen wir Ihnen eine Teilnahme unserer Eltern-Kind Kursen (ElKi) solange bis Ihr Kind in die Schwimmlehrperson Vertrauen gefasst hat und den Ablauf des Kurses kennt.

Ansonsten können Sie uns Ihr Kind anvertrauen! Wir haben gut ausgebildete Schwimmlehrpersonen die Ihrem Kind nicht nur das Schwimmen beibringen sondern sich auch um die Sicherheit sorgen werden. Das Kind muss sich für eine halbe Stunde von den Eltern lösen können. Der Unterricht sollte ungestört in der Gruppe stattfinden können.

Die Anwesenheit von Eltern und Geschwisterkinder wirkt oft ablenkend. Die Schwimmlehrperson sollte, für die Kursdauer von einer halben Stunde, die Hauptbezugsperson Ihres Kindes sein.

Gibt es eine Schwimmgarantie?

Nein. Schwimmschulen die eine solche Garantie anbieten, sind unseriös. Manche Kinder lernen das Schwimmen langsamer, manche schneller. Wir können sagen, die allermeisten Kinder lernen schwimmen in kurzer Zeit, aber nicht alle. Falls ein Kind mal die Ziele eines Kurses nicht bestehen kann, finden wir einen geeigneten Platz um weiter daran zu Arbeiten.

Weshalb müssen die Kinder eine Badekappe tragen?

Die Badekappe tragen die Kinder, damit sie nicht durch ihre Haare, abgelenkt und in ihrer Sicht oder Atmung beeinträchtigt werden.

Das tragen von Badekappen hat noch einige weitere Vorteile:

  1. Die Haare werden nicht ganz so nass, sodass die Haare nach dem Schwimmen nicht so lange getrocknet werden müssen.
  2. Die Haare die während des Schwimmens verloren gehen verstopfen die vielen Abflussfilter des Bades massiv. Dies wirkt sich wiederum auf die Unterhaltskosten der Anlagen aus.
  3. Die Kinder sind weniger durch das Wassertropfen ab den Haaren nach dem Tauchen abgelenkt und konzentrieren sich weit besser auf die nächsten Aufgaben.
  4. Anpassung an Vorschriften: In vielen Ländern ist aus hygienetechnischen Gründen (vor allem wegen Punkt 2) verboten im Schwimmbad oder Hallenbad ohne Badekappe zu schwimmen.
Warum tragen die Schwimmlehrer keine Badekappen?

Die Schwimmlehrpersonen arbeiten täglich meist mehrere Stunden in Schwimmhallen. Dies verunmöglicht das Tragen einer Kappe über diese Dauer.

Vorbildfunktion: Es darf schon einen Unterschied zwischen Schüler/Lehrer resp. Kinder/Erwachsene geben. Die Kinder akzeptieren dies in der Regel.

Weshalb müssen die Zuschauer Badekleidung tragen?

In Schwimmbädern ist es nicht erlaubt, die Nasszonen in Strassenkleidung oder mit Strassenschuhen zu betreten. Dies aus hygienischen Gründen. Ein Hallenbad birgt viele Möglichkeiten diverse Krankheiten zu übertragen. Auch Hand- und Sporttaschen sind wunderbar dazu geeignet Bakterien in die Schwimmhalle zu befördern. Wir wollen durch ein vorbildliches Verhalten dagegenhalten.

Dürfen Geschwisterkinder mitbaden?

Nicht nur aus sicherheitstechnischen Gründen dürfen sich keine zusätzlichen Geschwister am Beckenrand oder im Wasser aufhalten. Auch ganz süss und leise spielende Geschwisterkinder schaffen es immer wieder ungewollt, die Schwimmschüler/innen von ihrem Schwimmunterricht abzulenken.

Reichen 30 Minuten als Übungseinheit?

In Kinderschwimmkursen schon, da die Kinder die ganze Zeit etwas Neues lernen, versuchen zu imitieren, zu experimentieren, zu beobachten und sich mit zunehmender Sicherheit, auch selbst zu beschäftigen, sind die meisten Kinder nach der Übungseinheit recht erschöpft. Durch die Kleingruppen arbeiten sie auch häufig mit dem Schwimmlehrer, was natürlich nochmals intensiver ist und unbedingt immer von Pausen begleitet sein muss. Sport besteht nun mal aus Anspannung und Entspannung, wobei in den Pausen die Adaptionsprozesse ablaufen. Techniktraining sollte sogar im Hochleistungssport nicht viel mehr als zwanzig Minuten betragen.

Können die Kinder ein Schwimmabzeichen machen?

Ja. Die Kinder erhalten den Kids Pass von Swiss Swimming. Schafft das Kind die Lernziele erhält es von der Schwimmlehrperson das Abzeichen in Form eines Klebers das es in den Pass einkleben kann. Die Abzeichen und der Kids Pass dienen vor allem zur Motivation und Belohnung der Kinder.

Gesundheitliche Fragen.

Ein absolutes Schwimmverbot gilt bei: Ohrenentzündung, Augenentzündungen, Durchfall, ansteckend en Krankheiten, Läusen, Fieber, Erkältungskrankheiten und nach Impfungen. Allfällige Impftermine sollen so geplant werden, dass möglichst viel Zeit bis zum nächsten Schwimmbadbesuch dazwischen liegt, mindestens aber 48 Stunden. Es ist von grosser Wichtigkeit das Sie uns, bei Anmeldung in der Schulordnung, über medizinische Probleme oder Behinderungen ihres Kindes niederschreiben.

Absenzen durch Krankheit oder Unfall.

Bei mehr als zweiwöchiger Krankheit oder Unfall des Schülers kann auf ein schriftliches Gesuch hin an die Schulleitung eine Kursgeldgutschrift für einen Folgekurs erfolgen.

Einzelne Unterrichtsausfälle wegen Ferienabwesenheit, Krankheit, Unfall, Schulanlässen (Klassenlager, Schulreise, Sporttag etc.) können weder nachgeholt noch rückvergütet werden. Öffentliche Feiertage (z.B. Auffahrt, Pfingstmontag, 1.Mai etc.) sind schulfrei und es werden keine Schwimmlektionen an diesen Tagen geplant noch durchgeführt.

Was ist der Unterschied zwischen den Ausbildungssystemen?

Immer wieder werden wir gefragt, worin der Unterschied zwischen den Testreihen von swimsports.ch (vielen bekannt durch die traditionellen Stoffabzeichen) und der neuen Swiss Swimming Kids Ausbildungssystem (eingeführt im Jahr 2015) vom Schweizerischen Schwimmverband besteht.

Generell lässt sich das nicht so einfach zu beantworten, denn beide Ausbildungssysteme sind sich ähnlich und die Wahl einer Ausbildungsinstitution auf das eine oder andere System beruht oft an deren unterschiedlichen Interessen (Kommerziell/Verein, Breitensport/Leistungssport), dem Ausbildungsstand der verfügbaren Schwimmlehrpersonen und nicht zuletzt auf die verfügbare Zeit für die Schwimmausbildung der Schwimmschüler und deren Familien.

Alle Testinhalte und Aufbau beider Systeme sind Sinnvoll und tragen dazu bei, Schwimmschülern die vier olympischen Schwimmstile (erst Rücken- und Kraul anschlissend Brust und Delfin) zu vermitteln. Mit beiden Systemen und lückenloser Teilnahme am Unterricht, werden die meisten Schwimmschüler innert einem oder zwei Jahren zu sicheren Schwimmer.

Sowohl die Lernziele als auch die Lernwege sind keine neuen Erfindungen, sondern vielmehr sehr bewährte Übungen und Abläufe die seit Jahrzehnten im Schwimmunterricht international und besonders effizient in der Schweiz, erfolgreich angewandt werden.

Viele dieser bewährten Übungen die bei swimsports.ch als Testziele aufgeführt sind, werden auch in unserer Schwimmschule als Übungen angewandt. Jedoch «nur» als sinnvolle Übungen zum Erreichen der Schwimmtechniken und nicht als Testinhalte. Dies nimmt unseren Schwimmschülern und Schwimmlehrpersonen viel Zeit, Aufwand und nicht zuletzt Druck ab.

Das moderne Swiss Swimming Ausbildungssystem mit deren schwimmrelevanten Testinhalte und den nur 6 Grundlagenstufen (Basic 1-6) und 4 Stufen für Fortgeschrittene (Advanced 7-10) fordert vom Schwimmschüler für die gesamte Ausbildung zum Fortgeschrittenen Schwimmer vergleichsweise ein Drittel weniger Besuche von Kursblöcken gegenüber dem, wenn er im Ausbildungssystem von swimsports.ch mit 15 Grundlagen- und Schwimmtests unterrichtet wird.

Die Unterteilung zwischen Swiss Swimming Basic und Advanced Kursen heben die Transparenz des Ausbildungsstandes. Vielen unseren Kunden genügt es durchaus, wenn ihr Kind nach bestandenem Basic Kurs Level 6 (Dauer ca. 2 Jahre), sich in Kraul, Rückenkraul und etwas Brust im tiefen Wasser über längere Strecken sicher und stilgerecht fortbewegen kann.

Schwimmbegeisterte Kinder bleiben und erlernen weitere Schwimmstile und Techniken in den Advanced Kursen um danach vielleicht sogar im besten Einsteigeralter (nicht zu spät!), gut ausgebildet und vorbereitet das Schwimmen in einem Schwimmverein in einer Breiten- oder Leistungssportgruppe fortzusetzen.

Theo Niederberger

schwimmlehrer